Gmau-Aichlberg, 12. Juni 2022
Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause war es dieses Jahr endlich wieder so weit:
Wir waren wieder beim Dreifaltigkeitsfest am Aichlberg dabei – wunderschön gelegen mitten in der Landschaft rund um den Berg.
Der Aichlberg liegt gefühlt mitten im Nirgendwo, umgeben von weiten Feldern, und ganz oben steht eine hübsche Kirche. Wer gut zu Fuß ist, pilgert zu dieser Kirche – manche schon ab 5 Uhr morgens –, um an einer besonderen Freiluftmesse teilzunehmen. Rund um die Kirche, entlang der Zufahrtsstraße und auf einer kleinen Wiese findet der Markt statt.
Die weniger Eifrigen (oder einfach praktisch Veranlagten) kommen mit dem Auto und parken auf den extra eingerichteten Parkplätzen.
Da die Leute sehr früh ankommen und es schnell richtig voll wird, empfiehlt es sich, spätestens um 6 Uhr vor Ort zu sein. Für uns hieß das: entweder um 3:30 Uhr losfahren – oder gleich über Nacht bleiben.
Meine Mama und ich haben uns für die zweite Variante entschieden und den Markttag mit einem kleinen Urlaub im Altmühltal verbunden.
Am Abend vorher haben wir unseren Verkaufsanhänger auf dem vorgesehenen Platz aufgebaut. Am Markttag selbst standen wir dann trotzdem schon um 6:30 Uhr bereit, damit alles schön aussieht, wenn die ersten Pilger kommen.
Die Menschen strömen in Scharen, der Verkauf selbst ist aber angenehm entspannt – und der benachbarte „Garagen-Biergarten“ macht es für uns zusätzlich erträglich.
Es gibt selbstgemachten Kuchen und Radler, und schon um 8 Uhr sind alle Plätze belegt.
Das Wetter ist traumhaft, die Natur wunderschön – und zusammen mit meiner Mama fühlt sich das Ganze ehrlich gesagt gar nicht so sehr nach Arbeit an.
Nach zwei Jahren war es einfach schön, die Kolleginnen und Kollegen wiederzusehen – und vor allem zu sehen, dass es sie überhaupt noch gibt.
Viele haben die Corona-Zeit leider nicht überstanden. Andere haben neue Ideen entwickelt oder – so wie wir – den Schritt in den Onlinehandel gewagt.
Das führt zu vielen Gesprächen, Erfahrungsaustausch und netten Begegnungen.
Besonders spannend ist zu sehen, wie solche Feste die junge Landbevölkerung wieder zusammenbringen. Alle sind in Tracht unterwegs, es ist ein gesellschaftliches Ereignis – endlich wieder Leute treffen.
Die Freude darüber, dass wir wieder da sind, ist groß. Viele Stammkundinnen und Stammkunden kommen vorbei, bekannte Gesichter – und hoffentlich auch einige neue.
Gegen 17 Uhr ist Schluss, wir bauen ab und machen uns auf den Heimweg.
Am nächsten Tag habe ich in der Zeitung gelesen, dass am Abend wegen eines technischen Defekts ein Essenswagen abgebrannt ist – da waren wir zum Glück schon längst zu Hause …
Bis nächstes Jahr!
Wir kommen wieder.




